benajas apologetische Denkwerkstatt
 

 

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Reinkarnation eine biblische Lehre?

Zur Frage indischer Einflüsse auf die antike Christenheit

Zweck der Untersuchung

Es wird von Kreisen gnostischer bzw. esoterischer Religionsphilosophie propagiert, dass die Reinkarnationslehre sowohl vor als auch nach der Zeitenwende allgemeines Glaubensgut im jüdisch-christlichen Kulturkreis gewesen sei und dass sich auch Kirchenväter, namentlich Origenes, dazu bekannt hätten.
Diese undifferenzierte Behauptung soll im Folgenden richtiggestellt werden.

Vorbemerkungen

Die kulturhistorische Epoche des Hellenismus seit Alexander d. Gr. stand in verschiedener Hinsicht unter indischer Beeinflussung. Wo immer daher Juden in Palästina und später sog. „Kirchenväter“ (1) hellenistisch beeinflusst waren, könnten gewisse Vorstellungen indischer Religionsphilosophie mitgewirkt haben; dem ursprünglichen Judentum vorhellenistischer Zeit sind diese allerdings fremd. Es gibt keinen Anhaltspunkt einer Reinkarnationslehre im Alten Testament, dagegen deutliche Anhaltspunkte für das Wissen eines Gerichts nach dem Tod und für die Hoffnung auf die persönliche Auferstehung als Vollendung der Gerechtfertigten, was schließlich im Neuen Testament breiten Raum einnimmt.
Einige Belegstelllen mögen dies deutlich machen:

Psalm 71,20-21; Psalm 73,24-26
Daniel 12,2
Jesaia 33,14
Jesaia 66,24 mit Matthäus 3,12; 18,8-9; 25,41.46; 5,22.30; 10,28
1. Korinther 15
Hebräerbrief 9,27-28, 11,17-19.
Gerade Lukas, der vor allem für die griechisch denkenden Leser schrieb, stellte in Lukas 16,19-31 unmissverständlich klar, was den Menschen nach seinem Tode erwartet.

Parallelen zwischen griechischer und indischer Philosophie
im Blick auf die Lehre über die Seele

Dieser Exkurs soll den philosophischen Hintergrund der hellenistischen Vorstellungen über die Seele ein wenig erhellen, von denen später auch die sog. „Kirchenväter“ beeinflusst waren, durch welche immer wieder auch nichtchristliches Denken, vor allem neuplatonisches, in die Kirche eingeflossen ist.
Die Neuplatoniker haben schließlich die Unterschiede der beiden Schulen verwischt und Platon und Aristoteles zu verbinden versucht, wenn auch ihre Verbindungslinien zu Platon wesentlich stärker sind.

Von Platon zu Origenes

Origenes (um 185 bis 254 n. Chr.), der als der größte Gelehrte der antiken Christenheit und als der Begründer der systematischen Theologie gilt, nimmt in dieser Hinsicht eine regelrechte Schlüsselrolle ein. Neben seiner an sich lobenswerten Wissenschaftlichkeit der Schriftforschung führte er nämlich eine mystisch-allegorische, vergeistigende Schriftauslegungsmethode in die neutestamentliche Exegese ein, mit der er systematisch – zum Teil auf Kosten der historischen Bedeutung – biblische Heilswahrheiten platonisch umdeuten konnte. Im Folgenden seien einige seiner Lehren, welche der Bibel widersprechen, aufgezählt:

Vor dieser gegenwärtigen Welt habe eine Welt gleich vollkommener Geister existiert; zu ihnen gehören auch die Menschenseelen. Durch den Fall eines Teils dieser Geister werden diese in die Materie gebannt, je nach dem Maß ihrer vorweltlichen Schuld mit verschiedenen Folgen. Nach dem Tod kommen alle Seelen, die auf Erden gesündigt haben, in ein Läuterungsfeuer; allmählich steigen aber alle, auch die Verdammten, von Stufe zu Stufe höher und stehen schließlich in ätherischen Leibern auf, so dass Gott alles in allem ist. Allerdings ist diese „Wiederherstelllung“ nach Origenes nur ein vorläufiger Abschluss. Mit Platon nimmt er an, dass in endlosem Zyklus eine Welt auf die andere folgt.

Dementsprechend glaubt Origenes an die Askese in der Nachfolge Christi als Mittel zur Vereinigung mit Gott. Kampf gegen die Leidenschaften (pathe) und Verzicht auf Ehe und irdischen Besitz sollen das wahre Freisein für Gott (vacare deo) in Nachtwachen, Meditation und Schriftlesung ermöglichen.

Diese Vergeistigung und Umdeutung christlicher Wahrheiten haben später – obwohl Origenes zunächst von der Kirche verketzert wurde – indirekt die Irrtümer der mittelalterlichen römisch-katholischen Kirche wesentlich mitverursacht, vor allem das asketische Mönchstum, über das ein breiter Strom gnostizierenden Gedankenguts ins Christentum floss und in der mönchischen Mystik des Mittelalters wieder an die Oberfläche kam (2). Aus der Anlehnung des Origenes an Platon und die indische Philosophie (sein Lehrer in Alexandrien, Ammonios Sakkas, Begründer des Neuplatonismus, war – wie wir später sehen werden – indischer Herkunft), in der er „göttliche Funken“ zu erkennen meinte, darf nun aber nicht gefolgert werden, dass Origenes selbst an eine Seelenwanderung geglaubt habe (3). Im Gegenteil!

Origenes kontra Reinkarnation

Origenes spricht in seiner Auslegung von Matthäus 11,14-15 (Johannes der Täufer und Elia) klar von dem Versuch einer christlichen Gruppe, die Lehre von der Seelenwanderung in die Kirche einzuführen mit der Behauptung, sie sei von der Heiligen Schrift selbst begründet, ja sie sei eine Lehre Jesu. Origenes fühlte sich verpflichtet, diese „biblische Begründung“ der Seelenwanderungslehre ausführlich zu widerlegen, und weist zunächst einmal nach, dass sich keine direkte Anspielung auf eine solche Lehre in den Texten der Heiligen Schrift findet. Aber er hält die Sache für wichtig genug, um noch eine Reihe weiterer Argumente zur Widerlegung zu entwickeln.

Hier wird deutlich, dass die Lehre von der Reinkarnation zu einer Weltanschauung gehört, die von einem zyklischen und mythischen Denken ausgeht, während die christliche Auffassung vom Menschen auf der Anschauung begründet ist, dass jeder Mensch eine einmalige Persönlichkeit darstellt und dass jeder die persönliche Verantwortung für sich selber trägt. Die Lehre von der Reinkarnation dagegen setzt voraus, dass jeder Mensch, der in diese Welt eintritt, schon vor seiner Geburt schuldig ist und dass er hier auf Erden für Sünden zu büßen hat, die er in einem früheren Leben begangen hat (Karma). Diese Anschauung negiert vollständig die christliche Anschauung, dass jeder Mensch persönlich verantwortlich ist für sein gegenwärtiges Leben, dass wir immer für unsere gegenwärtigen Sünden die Konsequenzen zu tragen haben und dass jeder durch Jesus Christus von der Schuld seines gegenwärtigen Lebens in dem Moment gänzlich befreit werden kann, indem er sein Vertrauen ganz und vollkommen auf Christus setzt und auf die Tatsache, dass Christus in seinem freiwilligen Tod stellvertretend diese Schuld auf sich genommen und dafür restlos bezahlt hat (vgl. Hebr. 10,10.12-18; Joh. 19,30; Apg. 16,30-32; Kol. 2,13-14 u. v. a.).

In Zusammenhang mit seiner Auseinandersetzung mit dieser christlichen Sekte, die versucht haben soll, die Reinkarnationslehre in die Christenheit einzuführen, muss sich Origines sogar mit Matthäus 15,27-28 befassen. Aus seiner Erklärung dieser Stelle geht hervor, dass die Anhänger der Lehre von der Seelenwanderung nicht nur die Stelle in Matthäus 15-27-28, sondern auch andere Stellen, an denen die Evangelien von Tieren sprechen, für die biblische Begründung ihrer Lehre herangezogen hatten.
Die Lehre, dass es eine Seelenwanderung von Mensch zu Tier und von Tier zu Mensch gebe, wehrt Origenes besonders heftig ab. Diese Sekte soll daran geglaubt haben, dass Menschen aufgrund besonderer Sünden, die sie in diesem Leben begangen haben, in einem zukünftigen Leben in Hunde verwandelt werden. Diese Auffassung – so argumentiert Origenes mit Recht – widerspricht vollständig der christlichen Lehre von dem einzigartigen Charakter des Menschen, der als das einzige Wesen der gesamten Schöpfung nach dem Bilde Gottes geschaffen ist und dessen Adel eben darin besteht.

Die indische Herkunft der Reinkarnationslehre

Diese wenigen Andeutungen zeigen deutlich, dass Origenes hier eine vollentwickelte Lehre von der Reinkarnation bekämpft, die von einer christlichen Gruppe innerhalb der Kirche vorgetragen wurde und die mit einer entsprechenden Philosophie des Lebens und der entsprechenden Lehre von Sünde und Vergeltung verknüpft war. Die Tatsache, dass es sich um eine voll entwickelte Lehre gehandelt haben muss, deutet darauf hin, dass das Vorhandensein der Reinkarnations-Vorstellung in den verschiedenen Dialogen Platons (Phaedo, Phaedrus, Timaeus) keine ausreichende Erklärung für ihr Vorhandensein zur Zeit des Origenes ist, da all die Beschreibungen von Reinkarnation in den platonischen Dialogen entweder Bestandteile eines Mythos sind oder wenigstens eine mystische Färbung haben, aber nicht als ein Logos, als eine philosophisch zu erweisende Lehre vorgetragen werden. Für all diese Mythen aber gilt die Warnung, die der platonische Sokrates im Phaedo ausspricht:

„Niemand wird behaupten, dass diese Dinge sich genau so abgespielt haben, wie ich sie beschrieben habe. Aber die Annahme, dass entweder dies oder etwas Ähnliches die Wahrheit ist im Hinblick auf unsere Seelen und ihre Wohnungen, scheint mir kein unvernünftiges Wagnis zu sein, nachdem die Unsterblichkeit der Seele nachgewiesen wurde.“

Dagegen spricht Origenes regelmäßig an den Stellen, wo er die Anhänger der Reinkarnation bekämpft, von einem Dogma (dogma transcorporationis). Dieses Wort zeigt, dass er es mit einer regelrechten voll entwickelten Lehre, mit einem ausgearbeiteten System einer Philosophie der Reinkarnation zu tun hatte und dass dieses Dogma offensichtlich in die Kirchenlehre einzudringen versuchte und sich als ein Teil des christlichen Glaubensbekenntnisses zu etablieren beabsichtigte.

Der Impuls hiezu kann nicht von der griechischen Philosophie allein ausgegangen sein, denn die klassische griechische Philosophie hat niemals ein breites, philosophisch begründetes System der Reinkarnation entwickelt. Die einzige Philosophie, welche zu dieser Zeit über eine philosophisch entwickelte Lehre der Reinkarnation verfügte, war die indische. Die Reinkarnation oder Seelenwanderung, das ist das Hauptthema der Upanishaden und der Bhagavadgita; und auch der Buddhismus hat die Grundgedanken der Reinkarnation und Karma-Erlösung bewahrt. Er leugnet zwar die Existenz von ewigen, unsterblichen Seelen, nimmt aber an, dass sich die Kombination von Daseinsfaktoren, die ein scheinbares Individuum bildet, über den Tod hinaus fortsetzt.

Indien-Mode in Alexandrien

Wie ist diese indische Lehre in manche christliche Gemeinde eingedrungen, und wie kam Origenes dazu, sich mit ihr so heftig auseinanderzusetzen? Dies lag an dem allgemeinen Zeitgeist des zweiten und dritten Jahrhunderts n. Chr., Weisheitsoffenbarungen bei den Philosophen und Religionen des Ostens, zumal Indiens, zu suchen.
Gerade Alexandrien war der Brennpunkt indischer Einflüsse, sowohl wirtschaftlich als auch geistig. Der größte Teil des indischen Handels ging ja über diese Metropole. Im 1. Jahrhundert war der Indienhandel besonders lebhaft. Zahlreiche Bemerkungen der griechischen und römischen Schriftsteller dieser Zeit bezeugen, dass das römische Reich mit indischen Luxusartikeln geradezu überschwemmt wurde. Nach Plinius belief sich der römisch-indische Handel auf einen Umsatz von mehreren Millionen Sesterzen im Jahr. Der Indienhandel hatte durch den regelmäßigen Import indischer Arzneien auch direkten Einfluss auf die griechische Medizin. Wenn irgendwo in der hellenistischen Zeit, so war man jedenfalls in Alexandrien am besten über Indien informiert, und diese Kenntnis betraf nicht nur kommerzielle Dinge sondern auch das geistige und religiöse Leben Indiens. Aus dem Land, aus dem der beste Pfeffer, die bessere Seide und die kunstvolleren Elfenbeinarbeiten kamen, erhoffte man auch höhere Erkenntnisse und wirkungskräftigere Heilslehren. So kann man auch auf geistigem Gebiet in Alexandrien von einer Indien-Mode sprechen. Besonders die späten, neuplatonischen Philosophen, wie Kronios und Numenios, zeigen diese Neigung, bei der indischen Philosophie in die Schule zu gehen. Ebenso ist die Reise nach Indien eine typische Episode in den romanhaften Lebensbeschreibungen von Philosophen und Propheten in dieser Epoche. Philostratus, ein Ästhet am Hof des Kaisers Severus, lässt in seinem romanhaften „Leben des Apollonios von Tyana“ seinen Helden nach Indien zu den „Heiligen Brahmanen“ reisen. In diesem phantastischen Reisebericht spricht sich ein Wissen um innere Zusammenhänge zwischen der Seelenleere der indischen (d. h. Brahmanen), griechischen (d. h. Pythagoras) und ägyptischen Philosophie (d. h. die Geheimlehren) aus, das durch bereits bestehende historische Abhängigkeitsverhältnisse – von Indien nach Ägypten und von Ägypten nach Griechenland – erklärt wird.

Weitere Quellen indischer Einflüsse auf Alexandrien

Durch die Entdeckung des gesamten kanonischen Schrifttums Manis und der Manichäischen Kirche in Ägypten durch Prof. Carl Schmidt wurde die Vermutung bestätigt, dass Mani (geb. um 216 n. Chr. in Babylon) nach seinem Selbstzeugnis um ca. 240 für ein Jahr nach Indien geschifft sei, um dort die „heiligen Schriften“ des Buddhismus zu studieren. Die Berührung mit buddhistischen Mönchen und die intime Kenntnisnahme des Buddhismus haben ihn dann bewegt, Buddha neben Jesus und Zoroaster zu seinen Vorläufern zu rechnen. Auf diese Weise hat Mani den Buddhismus in sein Religionssystem einbezogen und in einem gewissen Sinne mit seinen eigenen Idealen amalgamiert.

An dieser Stelle ist es erwähnenswert, dass nach dem Bericht des Eusebius die einflussreiche theologische Schule von Alexandrien im Jahre 180 n. Chr. von Pantaenus gegründet worden war, nachdem dieser mit Kenntnis der indischen Religion aus Indien zurückgekehrt war. So war die Auseinandersetzung der alexandrinischen Theologenschule mit der indischen Philosophie und die Affinität zu indischen Vorstellungen von Anfang an gegeben. Dies bestätigt sich im Schrifttum derer, welche die Schule im Folgenden geleitet haben, nämlich Clemens von Alexandrien und – noch deutlicher – Origenes. Ebenso wird bei Eusebius ein direkter Einfluss indischer Philosophie und Religion auf Bardesanes, den führenden Theologen der christlichen Gnosis in Syrien, erwähnt. Dieser wiederum hatte einen tiefen Einfluss auf die religiösen Ideen Manis und die christliche Theologie der Alexandrinischen Schule.

Der wichtigste und unmittelbarste Einfluss indischer Philosophie auf das Frühchristentum wird wohl in der Person des bekannten neuplatonischen Philosophen indischer Herkunft, Ammonios Sakkas, liegen, der die Verbindungslinie von Indien zum christlichen und zum heidnischen Neuplatonismus, diese letzte Spielart der griechischen Philosophie, bildet. Der Beiname Sakkas zeigt an, dass Ammonios entweder aus dem westindischen Herrscherstamm der Saker oder aus der Familie der Sakya stammt, welcher auch Buddha angehört hatte. Die Wortform Sakya wandelte sich im Osten Indiens in Sakya und im Westen Indiens in Sakka. Daher wird Buddha Sakka-Muni genannt, das bedeutet: der weise Mann aus der Familie der Sakya.

Dieser Ammonios Sakkas war der philosophische Lehrmeister zweier bedeutender Personen: Plotin und Origenes. Plotin wurde der Begründer der rein heidnischen Ausprägung des Neuplatonismus. Sein Schüler Porphyrios betonte später ausdrücklich, dass Plotin in seiner Philosophie nicht nur durch die Perser – er wollte später einmal nach Indien reisen, musste aber in Mesopotamien umkehren –, sondern auch durch die Inder beeinflusst war, und dass dieser persische und indische Einfluss auf ihn von Ammonios ausging, bei dem er elf Jahre lang studiert hatte. Plotin selbst behandelte in seinen philosophischen Schriften ausführlich gerade das Problem der Reinkarnation, und zwar nicht mehr, wie es Platon tat, in der Form von Mythen, sondern in Gestalt einer entwickelten systematischen Lehre, aufgrund methodischer philosophischer Meditationen über diesen Gegenstand.

Die Tatsache, dass Ammonios Kenntnisse indischer Philosophie als Inder nach Alexandrien gebracht hatte, ist von größter Bedeutung sowohl für die heidnische wie für die christliche Welt geworden. Der von ihm ausgehende Einschlag indischer Ideen auf Gemeinden ist insofern besonders bedeutsam, als Ammonios selbst mit christlichen Kreisen in persönlichen und verwandtschaftlichen Beziehungen stand (vgl. Euseb. Hist. Eccl. VI, 9). Dass die gesamte alexandrinische Spielart des Christentums ursprünglich schon stark im gnostischen Fahrwasser geschwommen war, begünstigte diesen Einbruch indischer Vorstellungen auch in den Gemeinden. Obwohl beispielsweise Clemens von Alexandrien sich ganz bewusst von den (valentinianischen) Gnostikern absetzte, ließ er in seiner Theologie dennoch durch die Hintertüre teilweise gnostische Vorstellungen herein und bezog die „indische Weisheit“ in die Heilsgeschichte mit ein. Origenes wiederum – er entstammte einem christlichen Elternhaus, sein Vater Leonidas starb als Märtyrer – beschloss mit 25 Jahren, sowohl die gnostischen als auch die platonischen Lehren gründlich zu studieren, um in seinem wachsenden Umgang mit „Häretikern und griechischen Philosophen“ besser gerüstet zu sein, und wurde der Lieblingsschüler des Ammonios Sakkas. Obwohl Origenes in der Folge versuchte, die Häupter der gnostischen Schulen zu widerlegen (z. B. durch seinen Johanneskommentar, eines seiner bedeutendsten Werke) und auch zahlreiche Gnostiker für das Christentum zu überzeugen vermochte, erlitt sein eigenes theologisches „System“ die „ägyptische Krankheit“ (nach K. Hartmann), d. h. es geriet in eine gefährliche Nähe zur esoterischen Spekulation.

Zusammenfassung

Es sollte die Frage untersucht werden, ob die Reinkarnationslehre eine Lehre der Bibel einerseits und der frühchristlichen Kirche andererseits ist, und wie jene Darstellung zu beurteilen sei, die besagt, dass sich Origenes und später einige „Kirchenväter“ zur Reinkarnation bekannt hätten (4).

Zunächst wurde festgestellt, dass die Bibel ganz eindeutig Auferstehung und nicht Reinkarnation lehrt. Diese beiden Lehren unterscheiden sich voneinander grundsätzlich und sind unvereinbar. Es wurde auch gezeigt, dass Origenes eindeutig auf der Seite der Auferstehungslehre stand (was übrigens auch für die Kirchenväter gilt) und dass er die Reinkarnationslehre gerade von der Bibel her widerlegte. Somit ist klar, dass die Reinkarnationslehre in keiner Weise ursprünglich jüdisch-christliches Gedankengut ist. Vielmehr geht aus der Auseinandersetzung Origenes' mit der Lehre der Seelenwanderung hervor, dass zu dieser Zeit eine christliche Gruppe versuchte, diese Lehre in die Kirche einzuführen. Von der religionsgeschichtlichen Tatsache her, dass diese Lehre nur in Indien als ein ausgeprägtes dogmatisches System existierte, und von der historischen Tatsache her, dass im 2. und 3. Jahrhundert in Alexandrien auch auf geistigem Gebiet eine ausgesprochene Indienmode herrschte, werden die Berührungspunkte der frühen Christenheit mit dem Ursprungsland der Reinkarnationslehre deutlich, zumal Ammonios Sakkas, aus Indien stammend, der philosophische Lehrer führender Persönlichkeiten im Heidentum (Plotin) wie in der Christenheit (Origenes – Leiter der berühmten Theologenschule in Alexandrien; Herakles – Presbyter der Alexandrinischen Kirche) war. Obwohl Origenes die Lehre von der Seelenwanderung ablehnte, führte er doch eine ganze Reihe „schillernder“ Spekulationen griechischer oder östlicher Herkunft ein wie etwa die Vorstellung eines „Fegefeuers“, eine „Allversöhnung“, die Lehre von der Präexistenz der Seele und von der Kette von Äonen, die in ununterbrochener Reihe aufeinander folgten.
(Man darf die Vorstellung Origenes', dass die Personen und Ereignisse dieser Welt und dieses Äons sich in einer neuen folgenden Welt auf einer höheren Ebene und in einer „geistigeren“ Form, bis zur „Vollendung der Erlösung aller“, wiederholen, an sich noch nicht mit der indischen Lehre einer Seelenwanderung, die in unserer jetzigen Welt vor sich gehe, verwechseln, wiewohl für den bibeltreuen Schriftausleger diese wie jene Lehre völlig ausgeschlossen ist und sich die Frage erhebt, ob zwischen ihnen überhaupt ein grundsätzlicher oder nur ein gradueller Unterschied besteht.)

Der Übergang zur Patristik

Nach seinem Bruch mit dem ägyptischen Klerus setzte Origenes seine einflussreiche Tätigkeit ab 231 in Caesarea in Palästina fort, wo er eine regelrechte christliche Universität aufbaute. Diese Gelehrtenschule sowie seine umfangreiche Bibliothek wurden später von seinem Schüler Eusebius fortgeführt, was als eigentlicher Beginn der Lehre und Schriften „der Kirchenväter“ gilt.

Dieser schrieb u. a. die erste Kirchengeschichte und eine Darstellung des Lebens Konstantins, dem er ab 324 persönlich eng verbunden war.

Die Nähe der sogenannten „Kirchenväter“ zu den klassischen griechischen Philosophen – ihrerseits zum Teil mit indischen Vorstellungen vermischt – hatte zur Folge, dass auch sie mehr oder minder vermischte theologische Systeme entwarfen, auf deren Boden vor allem der römische Katholizismus und die Theologien der orthodoxen Ostkirchen gedeihen konnten.

Falsch verstandene Bibelstellen

Psalm 90,3:
Reinkarnationsgläubige zitieren gerne aus Moses Gebet in Psalm 90,3:

„Du lässt die Menschen zum Staub zurückkehren
und sprichst: »Kommt wieder
(= kehrt zurück), ihr Menschenkinder!«“
[Übersetzung und Anmerkung nach Hermann August Menge, so auch unten]

Dabei missverstehen sie die Eigenart der hebräischen Poesie („Parallelismus“) und glauben, es handle sich um eine thematische Aneinanderreihung: zuerst (Vers-Teil a:) der physische Tod („...zu Staub...“) und dann (Vers-Teil b:) das „Wiederkommen“ als neue Inkarnation.
Der Text meint allerdings das Gegenteil: Es wird zweimal dasselbe („parallel“) ausgesagt!
Wie aus der Einfügung des Übersetzers (siehe oben) hervorgeht, sollte entsprechend dem hebräischen Urtext zweimal dasselbe Wort verwendet werden (zurückkehren, hebr. shuwb), weil derselbe Sachverhalt gemeint ist.
Den Hintergrund bildet einerseits der biblische Bericht über die Schöpfung:

„...da bildete Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Ackerboden und blies ihm den Lebensodem in die Nase; so wurde der Mensch zu einem lebenden Wesen.“ ( Gen. 2,7)

und andererseits der Bericht über die Folgen des Sündenfalls, in dem es heißt:

„Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du zum Erdboden zurückkehrst*, von dem du genommen bist; denn Staub (oder: Erde) bist du, und zu Staub (oder: Erde) musst du wieder werden!«“ (Gen. 3,19)

Das „Zurückkehren“ oder „Wiederkommen“ (*auch hier hebr. shuwb) meint somit in beiden Vers-Teilen: „wieder zu Staub[= Erde] werden“. Die Bibel ist auch in dieser Hinsicht in sich völlig einheitlich: Psalm 90,3 schließt nahtlos an die Berichte im Genesis-Buch an.
Weitere Parallelstellen: Psalm 104,29; 146,4; Hiob 34,14-15; Pred. 12,7.

Zu Johannes 9,2...

„Da fragten ihn seine Jünger: »Rabbi (oder: Meister), wer hat gesündigt, dieser Mann oder seine Eltern, dass er als Blinder geboren worden ist?«“

... ist zu bemerken, dass bei den Fragestellern hellenistische Einflüsse ins Judentum (siehe oben) die Vorstellung von der Präexistenz der menschlichen Seele möglich machen hätten können, wie das jüdisch-hellenistische apokryphe Buch „Weisheit“, Kap. 8,20 beweist.
Trotzdem deutet diese Schriftstelle eher auf die Vorstellung der Rabbiner (auch Genesis 25,22) von dem Beginn des Sündigens im Mutterleib hin, also vor der Geburt (was eben absolut nichts mit Präexistenz zu tun hat), und an den möglichen – biblischen – Zusammenhang von Sünde und Krankheit sowie das Wissen um die Konsequenzen gewisser Sünden der Eltern auf die Kinder, was heute auch medizinisch verständlich ist. Der Umkehrschluss der Kausalität von Sünde und Krankheit ist nicht erlaubt; entscheidend für uns – und bezeichnend – ist, dass Jesus auf diese Fragestellung nicht direkt eingeht, sondern durch seine Antwort korrigiert, und dass diese Stelle somit keinerlei Karma- bzw. Reinkarnationsspekulationen nährt.

Schlussfolgerungen

All diese Fakten führen eindrücklich vor Augen, dass aus der Sicht der vergleichenden Religionswissenschaft zwischen östlicher Mystik bzw. Religionsphilosophie und christlicher Heilslehre bzw. biblischer Schriftoffenbarung keine Synthese möglich ist. Sie schließen einander aus „wie Öl und Wasser“.
Das ursprünglich biblisch-jüdische bzw. biblisch-christliche Verständnis des Seins und des Wesens der menschlichen Existenz unterscheidet sich grundlegend von den Vorstellungen aller Religionen und Philosophien, insbesondere der fernöstlichen (5).

Aus der Sicht der Bibel ist somit die Reinkarnationslehre eine irrationale Lehre, die mit der Realität des Seins nichts gemeinsam hat. Daran ändern auch „Beweise“ nichts, die sich auf okkulte Phänomene und Kundgebungen stützen. Von der Bibel her gibt es eine einleuchtendere Erklärung für vermeintliche „Erinnerungen aus früheren Inkarnationen“ und „hypnotische Rückführungen“ medial veranlagter Personen – sie warnt ausdrücklich vor dem Auftreten von „Dämonenlehren“ und davor, „irreführenden Geistern Gehör zu schenken“, sich „von der Wahrheit abzuwenden und Fabeln zu öffnen“ (griech. mythos!), vgl. 1.Tim. 3,1-2 und 2. Tim. 4,4.
Laut 1. Tim. 1,4 wurde Timotheus in Ephesus, der damaligen Hochburg esoterischer Kulte (darum Epheser 2,2 und 6,12!), angewiesen, gewissen Leuten Einhalt zu gebieten, die mit der Lehre von der Emanation endloser Äonenketten den auf dem Glauben (nicht: mystischem „Wissen“) gegründeten Heilsplan Gottes streitig machten; schon damals gefährdeten frühgnostische Einbrüche in die Gemeinden „die gesunden Worte unseres Herrn Jesus Christus“ und somit das „Glaubensziel“ der an ihn Gläubiggewordenen (1.Tim. 6,3; vgl. 6,20-21).

Daraus folgt, dass die Fragen: „Reinkarnation – oder Auferstehung?“, wie auch: „Mystische Schau – oder Glaubensgehorsam unter das geschriebene Wort Gottes?“ (vgl. Röm. 16,25 f) von heilsentscheidender Wichtigkeit für jeden persönlich verantwortlichen Menschen sind.

Anmerkungen:

  1. Nach katholischer Glaubenslehre sind dies die altchristlichen Kirchenschriftsteller bis etwa zu Isidor von Sevilla (gest. 633), deren Lehre und Lebensführung von der Kirche als „rechtgläubig“ anerkannt worden ist. Gemeinsames Zeugnis von Kirchenvätern in Fragen der Glaubens- und Sittenlehre gilt als unfehlbar. In den Ostkirchen, als deren letzter Kirchenvater Johannes von Damaskus angesehen wird (gest. um 750) ist die Vätertheologie eine Hauptquelle ihrer Glaubenslehre.

  2. Anhand dieser Zusammenhänge ist es nicht verwunderlich, dass bei den mittelalterlichen Mystikern des Abendlandes, z.B. bei Theresia von Avila, die gleichen paranormalen Erscheinungen auftraten wie in der neuplatonischen, ja buddhistischen Mystik. Dazu passt auch der Umstand, dass heutzutage die Offenheit der Kirchen für Zen-Meditation gewaltig ist. Die Herkunft der Mystik ist rein heidnisch und nicht eigentlich christlich, auch wenn das Gewand „christlich“ sein kann. Mystik impliziert vom Wesen her einen völlig anderen theologischen und anthropologischen Ansatz als biblisches Christentum. Allerdings ist das Herausarbeiten dieses Unterschiedes nicht Zweck dieser Untersuchung.

  3. Dies wird von der religiösen Organisation „Heimholungswerk Jesu Christi“ („Universelles Leben“) behauptet (Main Rundschau, D-87 Würzburg, 22. Juli 1982, S. 8) und mit einem missverstandenen Origenes-Zitat – ohne überprüfbare Quellenangabe – unterlegt; Origines muss hier aber von seiner Vorstellung der Präexistenz der menschlichen Seele und der platonischen Weltenzyklen verstanden werden.
    In dieser Art werden von dieser Organisation in Traktaten historische Fakten verfälscht, um die Reinkarnation als ursprünglich christlich darzustellen. Ihr Schrifttum offenbart eine Lehre, die alle typischen Hauptmerkmale der vielen klassisch-gnostischen Universalsysteme in sich trägt: Offenbarung und Erkenntnis durch eine tiefere, mystische Schau (Esoterik), kosmischer Fall in Form einer Emanationslehre (Zitat: „Absplitterung aus geistigen Sonnen“ usw.), universale Seelenrückführung und „-rückeroberung“ über „unvorstellbar lange Äonenzyklen“ mit Hilfe einer mystisch wirkenden Erlösergestalt verschiedene „Reinigungsebenen“, „7 Evolutionsstufen“ und niedere und höhere „Bewusstseinsstufen“, ausgeprägter Dualismus („in die Materie verstrickt“; Materie entstehe durch geistigen Kräfteentzug und Verringerung der göttlichen Schwingungen; die neue Erde und der neue Himmel werde „geistiger, ewig reiner Äther“ sein), Doketismus und mystische Askese. Dies wird mit einer konsequenten allegorischen Schriftauslegung untermauert: Sämtliche Ereignisse um das Leben Jesu werden symbolisiert, vergeistigt und gnostisch umgedeutet. Die Basis ist die Lehre von Karma und Reinkarnation, die Praxis sind Tranceheilungen, und das Zentrum sind hochgradig spiritistische Offenbarungen (dagegen: vgl. Deut. 18,9-12!) eines angeblich bisher verborgenen „Geheimwissens“ durch ein weibliches Medium aus Würzburg, aus dem (offenbar ein Lügen-) Geist namens „Jesus“ in der Ich-Form redet.
    Die Bibel hat uns schon auf solche Ereignisse vorbereitet, war doch der erste häretische Angriff schon auf das neutestamentliche Christentum der Einbruch verschiedener gnostischer Systeme. Matth. 24,5.11.23-25. Deshalb ist das Neue Testament voll von konkreten Abgrenzungen gegenüber oben aufgezählten Lehrmerkmalen.

  4. In diversen esoterischen Kreisen kursiert die Meinung, dass beim Ersten Konzil von Nicäa (325 n. Chr.) die bis dahin (vermeintlich) in der Bibel enthaltene Reinkarnationslehre eliminiert und damit die biblischen Texte entsprechend gefälscht worden seien. Johannes Finger in seinem Buch „Jesus – Essener, Guru, Esoteriker? Neue Evangelien und Apokryphen auf den Buchstaben gefühlt“ (Matthias Grünewald Verlag 1992) stellte dazu klar (S. 90):
    „Die Legende von der Zensur im Auftrag Konstantins entspringt einerseits dem Klima der aufklärerischen rationalistischen Theologie des letzten Jahrhunderts, andererseits den Umtrieben um den Essener Brief und vor allem dem theosophisch inspirierten Buch „Das Verbrechen von Nicäa“ von Morley Steynor (verfasst Ende des 19. Jh., publiziert im Vegetarischen Universum 1955, S.2-6, nach Angabe von K. Hutten, Materialdienst der EZW Stuttgart 33/1970; 280). Konstantins Gattin Fausta habe im Auftrag der „Großen Weißen Bruderschaft“ in Ägypten – deren Bote ein düsteres Bild der Zukunft malte, wenn die Arbeit der „Correctores“ nicht verhindert werden könne – noch eingreifen wollen, aber vergeblich.“

    Eine noch skurrilere Variante dieser Verschwörungstheorie (die in solchen Kreisen stets den Charakter einer festen Überzeugung annimmt) lautet, dass die Reinkarnationslehre sogar beim Konzil von Chalcedon (451 n. Chr.) noch bestätigt worden und bis zum Zweiten Konzil von Konstantinopel (553 n. Chr.) allgemein anerkannt gewesen sei. Erst bei diesem Konzil habe „die Kirche“ sie verdammt und „Beweise vernichtet“.
    So fabulierte die Esoterik-Postille „Zeitenschrift“ in ihrer Ausgabe 09/1995 unter dem Titel:
    „Die größte Lüge der Kirche – 553 n. Chr. wurde die Wiedergeburt von 165 Kirchenleuten verdammt. Zuvor war sie ein Fundament christlicher Lehre“:
    „Man hielt sie für ein fundamentales Dogma, das am Konzil von 451 sogar nochmals bekräftigt wurde. [...]
    So konnte das Fünfte Allgemeine Konzil erst zehn Jahre später (553) in Konstantinopel zusammentreten. Von den über dreitausend Bischöfen waren genau 165 anwesend. [...] Deshalb dauerte es einige Jahrhunderte, bis die Kirche endlich alle alten christlichen Schriften konfisziert, zerstört oder so stark verfälscht hatte, dass die Lehre der Wiederverkörperung kaum mehr in ihnen zu finden war und nach und nach aus dem Bewußtsein der Menschen schwand.“

    Vorher sei „die Reinkarnation ein fundamentaler Teil des Christentums“ gewesen.

    Dass eine Fälschung „der Bibel“ im vierten Jahrhundert nicht mehr und schon gar nicht mehr im sechsten möglich gewesen wäre, wurde bereits an anderer Stelle erläutert. Erwiesenermaßen stehen uns im Wesentlichen die gleichen Texte zur Verfügung wie in den ersten Jahrhunderten. Zu den zahllosen inzwischen vorhandenen Manuskripten, Textrollen und Fragmenten, die vor 325 entstanden sind, schreibt Joachim Finger (siehe oben, S. 91):
    „Kein Textfragment, kein Zitat gibt auch nur den leisesten Hinweis darauf, dass solche gewichtige Bestandteile der Lehre wie Reinkarnation oder heilsnotwendiger Vegetarismus Elemente der Botschaft Jesu gewesen seien. In diesen Texten existiert kein Hinweis auf solche wichtige Erfahrungen wie eine Reise nach Indien oder eine Einweihung in Ägypten. Die Kirchen haben im Verlaufe ihrer Geschichte des öfteren in verschiedenen Zusammenhängen Zensurmaßnahmen ergriffen – diese Behauptung soll nicht bestritten werden. Aber die Folgerung daraus, daß sie am Anfang ihrer Geschichte selbst das Neue Testament zensierten, ist eine Erfindung des letzten Jahrhunderts.“ [Anm.: des 19. Jahrhunderts]
    Belegt ist, dass in den ersten vier allgemeinen Konzilen (Erstes Konzil von Nicäa 325, Erstes Konzil von Konstantinopel 381, Konzil von Ephesos 431 und von Chalcedon 451) sich die Themen praktisch ausschließlich um die rechte Christologie und die Frage der Dreieinigkeit Gottes drehten und „Reinkarnation“ keinerlei Thema waren. Erst 553 (Zweites Konzil von Konstantinopel, bei dem 150 Kleriker teilnahmen) kamen auch die oben beschriebenen, aus dem Platonismus inspirierten Sonderlehren Origenes' zur Sprache und wurden (zu Recht) verworfen. Mit der Reinkarnationslehre, wie sie von heutigen Esoterikern vertreten wird, hatte dies freilich, wie gezeigt wurde, nichts zu tun. Tatsache ist vielmehr:

    „Das Konzil [Anm.: von Konstantinopel 553] – eventuell aber auch erst eine kurz darauf stattfindende Anschlussveranstaltung – hat zudem die Idee der Präexistenz der Seele verurteilt, die einst von Origenes und einigen seiner Schüler postuliert worden war. [...] Eine angebliche Verurteilung der Reinkarnation und die damit verbundene Streichung entsprechender Stellen in der Bibel durch das Konzil (wie sie von manchen Anhängern einer christlichen Reinkarnationslehre immer wieder behauptet wird) werden in den lateinischen Akten hingegen nicht erwähnt. Zudem kennen auch die zahlreichen erhaltenen Manuskripte der neutestamentlichen Schriften aus der Zeit vor dem Konzil keinerlei Hinweise auf Reinkarnation; das Gleiche gilt auch für das Alte Testament.“
    (Aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Zweites_Konzil_von_Konstantinopel)

    Wenn in dieser Frage also eine „Fälschung“ vorliegt , dann trifft dies vielmehr auf diejenigen Autoren und Printmedien zu, die diesen „Bibelfälschungs“-Mythos in die Welt setzen und verbreiten, statt kritisch und gewissenhaft zu recherchieren.

  5. Das betrifft auch Jenseits-Vorstellungen in der volkstümlich-christlichen, nichtreformierten Christenheit. Nirgends in der Bibel ist so etwas wie die Verehrung verstorbener „Heiliger“ zu finden, und nirgends wird zu deren Anrufung oder Verehrung aufgefordert.
    Als größter „Heiliger“ aus der Sicht des Alten Testaments könnte Abraham als Stammvater der Israelisten angesehen werden, auf den man im späteren Judentum sogar als Heilsgarant für seine Nachkommen gehofft hat, so auch Jakob bzw. Israel (seinem neuen Namen). Doch nirgends ist in den Schriften des Alten Testaments auch nur eine einzige Anrufung zu finden, im Gegenteil wird die Nutzlosigkeit einer Mittlerschaft der verstorbenen Stammväter und ihres Getrenntseins vom Reich der Lebendigen betont, etwa in Jes. 63,16:

    „Abraham weiß ja nichts von uns, und Israel (= Jakob) kennt uns nicht:
    du, HERR, bist unser Vater; ›unser Erlöser‹ ist von alters her dein Name.“

Diesem Wissen entspricht exakt die Belehrung Jesu in Luk. 16,19-31 !
Nirgends findet man in der Bibel etwas über Grabbeigaben, über Beten für Verstorbene, über zulässigen Kontakt mit Geistern Verstorbener oder deren Anrufung, es wird – im Gegenteil – ernstlich davor gewarnt (Deut. 18,11f; Jes. 8,19ff). Es gibt keine „Rückkehr“ Verstorbener außer deren persönlicher Auferstehung und auch keinen nachträglichen „Seitenwechsel“ im Jenseits;
metaphorisch ausgedrückt:

„Wenn ein Baum nach Süden oder nach Norden fällt, so bleibt er an der Stelle liegen, wohin er gefallen ist.“
(Pred. 11,3b)

Literatur, die dieser Untersuchung teilweise zugrundeliegt:
H.J. Störig, Kleine Weltgeschichte der Philosophie (Bd. 1, Fischer Handbücher 1969).
E. Benz, Indische Einflüsse auf die frühchristliche Theologie (Verlag der Akademie der Wisssenschaften und der Literatur in Mainz in Kommission bei F. Steiner GmbH, Wiesbaden, Abhandlungen der Geistes- und sozialwissenschaftlichen Klasse, Jahrgang 1951, Nr. 3)
K. Hartmann, Die Rechnung mit Gott. Gnostische Strömungen in Kirchengeschichte und Gegenwart (Quell Verlag Stuttgart 1982).
Brockhaus-Enzyklopädie in 20 Bänden, 17. Auflage, Wiesbaden.
Die Religion in Geschichte und Gegenwart. Handwörterbuch für Theologie und Religionswissenschaft (RGG), UTB Große Reihe Verlag J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), Studienausgabe 1986.

A. Adam, Lehrbuch der Dogmengeschichte, Band 1: Die Zeit der Alten Kirche (Gütersloher Verlagshaus Mohn 1965)

Quellennachweis der wichtigsten Stellen, in denen Origenes die Reinkarnationslehre widerlegt und die Matthäus-Stellen (11,14-15; 15,27-28; 17,10-13) erläutert:
Origenes Werke Bd. X, Matth.-Erklärung I, 1935, S. 64. Vlg. Origenes contra Cels. I, 20 (I, 71,21ff.), III, 75 (I, 267, 12), De principiis I,8,7 (V, 107,7ff.). Origenes, Matth.-Erklärung Bd. XII, S. 6, 7 aus Pamphili Apologia pro Origene c. 10. Origenes, Matth.-Erklärung tom. X S. 172 ff.

Buchhinweis:
René Pache, Das Jenseits (Wuppertaler Bibelstudien, R. Brockhaus Verlag Wuppertal 1973, S. 70-71, Kapitel „Gibt es eine Reinkarnation?“)

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Nachtrag:
Seelenwanderungsgedanke und christliches Denken ein Vergleich

Anders als bei den Vorstellungen von Naturvölkern trägt die Seelenwanderung nach der hellenistischen und indischen Tradition einen ethischen Charakter, nämlich als Strafe für begangene Sünden, und dient der sittlichen Läuterung. Es erhebt sich die Frage, warum in unserem europäischen Kulturkreis der Gedanke der Seelenwanderung im 20. Jahrhundert zunehmend so populär geworden ist.

Einhergehend mit dem allgemeinen Trend zu Esoterik, Mystik, Fantasy, Okkultismus, Engels- und Aliens-Glaube – kurz: zu Irrationalität – dürfte die Verbreitung der Lehren der Theosophie und der Anthroposophie Rudolf Steiners eine gewichtige Rolle gespielt haben. Dabei scheinen zunächst moralistische Spekulationen eher dominierend gewesen zu sein als Erfahrungen, nämlich die Vorstellung von einer moralischen Weltordnung. Der Karma-Glaube an ein in früheren Erdenleben selbst verursachtes Schicksal wird als befriedigende Erklärung für die als „ungerecht“ empfundene Verschiedenheit der individuellen Schicksale angenommen. Zugleich wird an die Möglichkeit des sühnenden Ausgleichs der Taten und an die sittliche Entwicklung zur Vollkommenheit unter der erzieherischen Leitung durch die „Weltmoralität“ geglaubt.

Keines von beiden verträgt sich jedoch mit dem christlichen Denken, welches zudem eine völlig andere Erklärung des „Theodizee“-Problems bietet. Der Glaube an eine Seelenwanderung impliziert einen phantastischen metaphysischen Dualismus von Leib und Seele, denen eine ganz verschiedene, voneinander unabhängige Vorgeschichte unterstellt wird.
Diese beiden einander ausschließenden Glaubenskonzepte können – vereinfacht – folgendermaßen gegenübergestellt werden:

Seelenwanderungsglaube (Reinkarnation)
Biblischer Glaube
(Evangelium)
Bibelstellen-
Verweis
(Auswahl)
Auffassung von Gott
Moralisches, rational einsichtiges Weltgesetz (Weltmoralität, kosmische Ordnung) Persönlicher, lebendiger Gott:
Schöpfer, Gesetzgeber, Richter und Erlöser
Gen. 1; Deut. 6,4-6; Neh. 9,6; Ps. 139; Jes. 40; Joh. 1,1-3; 4,24; Hebr. 11,3.
Auffassung vom Menschen
Scharfer Dualismus von Leib und Seele, Entwicklungsgedanke mit geschichtsloser, mythologischer Hinterwelt Geschichtlichkeit, Einheit und Einmaligkeit unseres leib-seelischen Daseins,
einmalige Individualexistenz
Gen. 1,27; 2,7; Jak. 1,9-12; Hebr. 9,27.
Auffassung von Sünde und Erlösung
Flache moralistische Auffassung von „Sünde“: Der Mensch kann die Störung der Ordnung durch sittliche „Fortentwicklung“ im Laufe der Seelenwanderung rückgängig machen und sich zur „Vollkommenheit“ entwickeln.

Biblischer Glaube kennt zweierlei Dimensionen von „Sünde“ – beides im Sinne von „Zielverfehlung“:

  1. „Sünden“ (Mehrzahl) sind konkrete einzelne Fehlhandlungen gegen Gottes Ordnungen, nicht wiedergutzumachende Untaten, deren Stunde nie wiederkehrt und die deshalb unter Gottes richterlichem Walten stehen und durch eigenes menschliches Tun nicht wieder „ausgeglichen“ werden können.
  2. Z u s t a n d   der „Sünde“ (Einzahl) – Getrenntsein von Gottes Heiligkeit durch Sündigen, Eigensinn und Eigengesetzlichkeit.

Dementsprechend ist jeder Mensch Sünder, und seine Schuld und ihre Wirkung sind vom Menschen aus unaufhebbar. Weil Sündigen immer auch ein direkter Affront gegen Gott und seine Rechtsordnung ist, zieht es entsprechende richterliche Folgen nach sich.

Zu 1.:
Gen. 3,1-19; Jak. 2,10-13; Gal. 2,19-21.

Zu 2.:
Joh. 16,8-9; Röm. 1,18-2,16; 2,17-25; 3,9-20; Eph. 2,1-3.

 

Glaubensweg und Zukunftshoffnung

Lebens- und äonenlanges Bemühen um Abtragung von Belastungen und Verfehlungen aus früheren Erdenleben (Befreiung aus den Fesseln des Karma: „Samsara“), Streben nach Vervollkommnung aus eigener Kraft durch Askese, Meditation, Unterwerfung unter „Meister“ (lebende und verstorbene), Opferrituale aller Art, um dem „Rad der Wiedergeburt“ (dem „Grab“ der Leiblichkeit) zu entrinnen, die Leiblichkeit zu überwinden und in einen Zustand der Brahman-Atman-Identität zu gelangen („Brahma-Nirvana“ im Hinduismus, ).

Moksha, das höchste Ziel, ist Befreiung zum wahren Selbst-sein im Einswerden mit dem einen Absoluten (= der „Leerheit“).

In der reuigen, demütigen Kehrtwende des Schuldiggewordenen und dessen Annahme des Evangeliums Gottes von der rechtfertigenden Gnade Gottes in Jesus Christus und seinem stellvertretenden, erlösenden Opfer kann „Sünde“ (einzeln und als Zustand) im Vollzug des Rechtfertigungsurteils Gottes für Zeit und Ewigkeit ein für allemal abgetan werden.
Die vertrauensvolle Annahme des bereits vollbrachten, einzig gültigen Erlösungsopfers (Jesus als „Lamm Gottes“, das die Sünde der Welt ans Kreuz getragen und damit die Todesstrafe auf sich genommen hat) hat – aufgrund der Stellvertretung des Sohnes Gottes – Rechtfertigung durch den göttlichen Richter, Vergebung, Versöhnung und Friede mit Gott zur Folge. Diese Erlösung von Sünde ist kein Verdienst sondern Gottes Gnadengeschenk in Jesus Christus für jeden, der seine Verlorenheit vor Gott eingesteht, aufrichtig umkehrt und dadurch sein Kind wird.

Folge der empfangenen Versöhnung mit Gott ist eine frohe, unbeschwerte Heilsgewissheit, die (geschenkte) Liebe zu Gott und allen Menschen und die praktische Nachfolge Christi, die alle Bereiche des Lebens umfasst und zu Glaubensgehorsam und -wachstum führt, um Gottes Willen zu erfüllen. Diese Hingabe geschieht aus Dankbarkeit für das empfangene ewige Leben, das jetzt schon begonnen hat und nach dem irdischen Tod aufgrund der Auferstehungshoffnung in die ungetrübte und endgültige Gemeinschaft (nicht: „Einswerden“!) mit dem lebendigen Gott übergeht.

Hes. 18,30-32;
Luk. 15; 18,9-14; 18,31-33;
Apg. 2,37-40;
1.Joh. 1,9;
2.Kor. 5,14-21;
Röm. 3,21-31; 5,1-2; 8;31-39;
1.Petr. 1,18-25;
1.Tim. 2,5-6;
Eph. 1,13-14; 2,8-10;
Hebr. 9,15; 10,11-18; 12,22-25; 7,9-17;
Offb. 7,9-17.

Wie beantwortet sich aufgrund dieser Gegenüberstellung die oben gestellte Frage nach der Popularität der Reinkarnationslehre?
Folgende Hinweise könnten helfen:

  1. Nach 150 Jahren des Einflusses der phylogenetischen Naturphilosophie des „Darwinismus“ und seiner Nachfolge-Lehren einerseits und der gleichzeitigen philosophisch-ideologischen Desavouierung der biblischen Heilsgeschichte andererseits liegt der äonenhafte Entwicklungsgedanke dem modernen bzw. postmodernen Denken näher als der Schöpfungsgedanke und das mystisch-zyklische Weltverständnis näher als das überschaubare lineare Geschichtsverständnis der Bibel mit einem geplanten und schöpferischen Beginn und einer zukünftigen Vollendung der Geschichte.
  2. Wer eine außerhalb des Menschen und des Kosmos regierende, personale, schöpferische, aber auch richterliche und Rechenschaft fordernde Instanz über sich ablehnt, dem bleibt – jenseits von Atheismus und Agnostizismus – noch die religionsphilosophische Vorstellung der Reinkarnation, insbesondere bei einer tendenziellen Offenheit zu esoterischen Vorstellungen.
  3. Irrige Vorstellungen von „Christentum“ aufgrund der folklorehaften Liturgien und abwegigen Kulte traditioneller (insbesondere nichtreformatorischer) Großkirchen führen dazu, dass sich immer mehr Enttäuschte anderen religiösen Vorstellungen zuwenden, statt nach den authentischen Quellen des (historischen) Christentums zu fragen.
  4. Speziell die mit dem Evangelium unvereinbaren Lehren wie Fegefeuer, Ablass, verpflichtende Ohrenbeichte, der Opfer- und „Wandlungs“-Kult und überhaupt die ganze mysterienhafte „Sakramenten“-Lehre hat ohnedies mehr mit den selbsterlöserischen Vorstellungen fernöstlicher Religionen gemeinsam als mit der Rechtfertigungslehre der Bibel wie oben in der Tabelle kurz skizziert.
  5. Aufgrund der weitgehenden Loslösung in der Gesellschaft von der großkirchlichen Religiosität ist auch die Autorität hochkirchlicher „Priester“ als Seelsorger dramatisch im Schwinden. Dieses Vakuum füllen zunehmend Psychotherapeuten verschiedenster therapeutischer Schulen, Motivationstrainer, Coaching-Begleiter und esoterische „Seelenführer“, Meditations-„Meister“ und sonstige Gurus aller möglicher „Geheimlehren“. Somit sind neue Berufsprofile entstanden, die die psychisch krank und labil werdenden Menschen als einträgliches Geschäftsfeld entdecken. Dazu empfiehlt sich die Seelenwanderungslehre als willkommene „wissenschaftliche“ Grundlage, mittels derer sich alle möglichen lukrativen Arten von esoterischen Therapien anbieten lassen wie „spirituelle Rückführungen“, „Rückführungsbegleitungen“, „Hypno-Trance-Therapie“ und „Reinkarnationstherapie“.

benaja geht jedoch davon aus, dass das ewige Evangeliums, wie es schon zu Beginn des Alten Testaments, beginnend mit dem Buch Genesis, keimhaft geoffenbart wird, fortschreitend zum Neuen Testament führt und in Jesus Christus und seinem Erlösungswerk erfüllt wird, von jedem aufrichtigen und intellektuell redlichen Menschen mit Freude und Erleichterung angenommen wird, sobald es in seiner Originalität und Einzigartigkeit kennengelernt und in tiefster Weise erkannt wird. Denn die realen persönlichen Folgen für Zeit und Ewigkeit, das neue, ganz andere Lebensgefühl und die grundlegend veränderte Lebensqualität, die dieses „Wagnis“ des Glaubens an den Auferstandenen und Erhöhten und die darauffolgenden Erfahrungen mit sich bringen, können durch nichts und niemand, durch keine irdische Errungenschaft und Ehre, durch kein Vergnügen, kein Abenteuer und keinen auch noch so hohen Gewinn aufgewogen werden. Keine (angebliche) „Rückführung“ kann die Befreiung vermitteln, welche die Annahme des Evangeliums und die darauffolgende Erfahrung der vollkommenen Vergebung und des Angenommenseins durch den lebendigen Gott in Jesus Christus ermöglicht und real zur Folge hat. Wer dies erkannt und erlebt hat, der sagt bereitwillig „Nein danke“ zu allen mühseligen, selbsterlöserischen und von Menschen abhängig machenden religiösen Konzepten und Kulten und esoterischen Therapien und Prozeduren.

Dieses unüberbietbare Wohlsein und Heilwerden im Vertrauen auf das rettende Evangelium ist wohl der Grund, dass in Fernost – im Gegensatz zu Europa – der biblisch-christliche Glaube und seine praktischen Auswirkungen in der Gesellschaft (etwa der Errettung von Drogenabhängigen, Kriminellen und Gewalttätigen wie auch von intellektuellen Opinion-Leaders) seit geraumer Zeit in atemberaubendem Tempo wächst, sei es in China* quer durch alle Gesellschaftsschichten oder unter den buddhistischen Thai-Gastarbeitern in Taiwan, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Sofern hier im westlichen Europa die postmodernen Vorurteile gegenüber der Bibel und die irrigen Auffassungen über sie überwunden werden, wird dieses geistliche Erwachen auch hier erblühen, zum Segen und zum Heilwerden für unsere kranke und verlorene Generation.

* Mehr darüber in der berührenden und bisweilen erschütternden dokumentarischen 4-teiligen Filmserie (DVD):
The Cross - Jesus in China“.

© benaja.at - verfasst und erstmals veröffentlicht: 1985; überarbeitet und ausführlich ergänzt: 2010.

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